Nix Neues im Schweriner Westen

Zumindest dem Namen nach. Als ab 1955 die Neubauten dort einen neuen Stadtteil formten, musste auch eine Bezeichnung für ihn her. Weststadt liegt nahe. Doch eigentlich sollte es eine andere sein.
16.02.2015
Sylvia Kuska

In den 50er-Jahren in Schwerin eine Wohnung zu finden, war gar nicht so einfach. Die industrielle Entwicklung der Stadt schritt voran. Auch waren noch nicht alle Wohnungen, die im Krieg zerstört wurden, ersetzt. Die Neubauten im Westen der Stadt sollte den Wohnungsmarkt entspannen. Als erstes großes Neubaugebiet sollte es ursprünglich Neustadt heißen. „Da aber historisch gesehen die Schelfstadt schon einmal als Neustadt bezeichnet wurde, hätte diese Namensgebung zu Verwirrungen führen können“, schreibt Hans-Jürgen Wüsthoff in seinem Buch „60 Jahre Weststadt“.

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Gemessen an den Einwohnern ist die Weststadt seit der Wende der größte Stadtteil Schwerins. Vorher war es der Große Dreesch. Der wurde dann aber entsprechend seiner drei Bauabschnitte in die Ortsteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz unterteilt – und musste damit der Weststadt den statistischen Vortritt lassen.