
Schweriner Fundgrube
„Fest steht, dass es sich um den einzigen Befund aus dieser Zeit im Innenhof des Schlosses handelt“, teilte Grabungsleiterin Marlies Konze mit. Das genaue Alter der auf Pfählen gegründeten und vermutlich hofseitigen Außenwand eines nicht mehr bestehenden Gebäudes lasse sich bisher nur schätzen. So genannte dendrochronologische Untersuchungen sollen jedoch Klarheit bringen, so Konze. „Anhand dieser Daten ließen sich dann wiederum Schlüsse ziehen, zu welchem Gebäude das Mauerwerk einst gehörte." Es könnte eventuell mit dem Umbau des Schlosses ab dem Jahr 1845 abgebrochen worden sein.
Unter Hinweis auf das, was derzeit in der Baugrube insgesamt zu sehen ist, spricht Konze von einem „archäologischen Bilderbuch“. Deutlich zu erkennen seien Befunde aus dem 10., 11. und nun auch 15. bzw. 16. Jahrhundert. Wie gesagt: Langweilig wird den Archäologen bestimmt nicht.