
Der Top-Secret-Sand des Reitturniers
Ganz einfach: Der Sand wird eingelagert. Im nächsten Jahr – für das nächste Turnier (so es denn kommt) – soll er wieder verwendet werden. Denn Sand ist nicht gleich Sand. Dieser ist besonders trittfest und rutschsicher. Woher er kommt? Dazu schweigt die Firma Fairground. Nur soviel: Die untere Tragschicht ist aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Zusammensetzung der oberen ist top secret.
Das Turnier: Niklas Krieg ist erst 21 - und schon Sieger des Großen Preises. Der junge Reiter aus Villingen-Schwenningen kam am Sonntag im Stechen des mit 40.000 Euro dotierten Weltcupspringens mit Carella fehlerfrei in 35,19 Sekunden durch den Parcours. Janne-Friederike Meyer benötigte mit Charlotta 59 Hundertstelsekunden mehr als der Sieger - Platz 2. Dritter wurde der Schwede Johan Lundh auf Miebello in 39,39 Sekunden.
Am Abend zuvor hatte sich Jan Wernke aus Handorf-Langenberg vor 3500 Zuschauern das Championat von Schwerin gesichert. Bester Reiter aus Mecklenburg-Vorpommern war der ehemalige Derbysieger André Thieme, der mit Ramona de Flobecq auf dem neunten Rang landete.
Die besondere Nachricht: Am Sonntag gegen 7 Uhr meldete der Rettungsdienst eine hilflos umherirrende, betrunkene Person. Als die Polizei den Mann antraf, stellte dieser sich als englischer Gast des Reitturniers heraus. Am Vorabend hatte er mit anderen Gästen des Turniers in einer gemütlichen Runde zu viel dem Alkohol zugesprochen und lief nun in der Innenstadt mit mehr als zwei Promille umher. Er war auf der Suche nach seinem Hotel. Den Namen kannte er nicht. Es befand sich jedoch eine Visitenkarte seines Hotels in seiner Hosentasche und so konnte er dort wohlbehalten abgeliefert werden, um seinen Rausch auszuschlafen.
*Die Autorin ist Schülerpraktikantin in unserer Redaktion.