
Grün-Weiß erkämpft Punkt gegen Abstieg
Dabei war es von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, was sich zunächst auch an den Zwischenständen zeigte. Bis zur 10. Minute war es lediglich immer ein Tor Differenz. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, erst in der Phase zwischen der 8. Und 18. Minute setzten sich die favorisierten Gäste aus Schleswig Holstein ein wenig ab.
Vor allem Franziska Peters machte den Grün-Weißen das Leben schwer, warf fast im Alleingang eine erste 4-Toreführung für die Gäste bis zum 7:11 heraus. Schwerin jedoch zeigte, anders als es bei vorhergehenden Spielen der Fall war, eine tolle Moral und kämpfte sich wieder heran. Vor allem Kiewitt und Wolter erzielten tolle Tore, egal ob aus dem Rückraum, von außen oder nach Kontern. Dazu kam in dieser Phase Andrea Klasen zwischen die Pfosten, ein Umstand, der sich bemerkbar machte, denn sie kam mit den gegnerischen Würfen besser zurecht, zeigte tolle Paraden und verlieh der Defensive mehr Sicherheit. Quasi mit der Halbzeitsirene erzielte dann Kiewitt per Strafwurf den Anschluss zum 14:15, was Hoffnung auf ein Happyend bei den zahlreichen Fans machte.
Die zweite Hälfte sollte noch spannender werden, auch weil Schwerin noch mehr gegen hielt. Bis zur 38. Minute dauerte es allerdings, bis die Gastgeberinnen wieder einmal in Führung gingen und es war ausgerechnet die Jüngste im Team, die erst 16-jährige Aileen Lück, die sich durchsetzte und das 18:17 erzielte. Der TSV jedoch ließ sich nicht abschütteln, glich wiederum aus und konnte sich Mitte der zweiten Hälfte beim 20:23 etwas absetzen. Jedoch zeigten sich die Gastgeberinnen unbeeindruckt. Angeführt von Juliane Kiewitt (11 Tore) kämpften sie sich wieder heran, glichen aus und führten ihrerseits mit 26:24 nach einem schönen Tor der noch immer nicht ganz genesenen Wendy Künzel.
Da waren knapp 54 Minuten gespielt und man konnte zu diesem Zeitpunkt schon erkennen, dass es am Ende sehr eng werden würde. Owschlag kämpfte sich nämlich noch einmal zurück, auch weil es in der Deckung der Grün Weißen jetzt einige Löcher gab, die nicht rechtzeitig gestopft werden konnten. So stand es nach 58 Minute nach einem vergebenen Strafwurf von Künzel wieder einmal remis (26:26). Den folgenden Angriff brachte Owschlags Kathrin Rohwer dann im Schweriner Kasten unter. Auszeit Schwerin, es waren noch 65 Sekunden „auf der Uhr“. Meike Schult, die stark in der Abwehr spielte, war es vorbehalten, den umjubelten Ausgleich zu erzielen, denn der letzte Angriff der Gäste wurde von Andrea Klasen mit dem Gesicht entschärft.
Am Ende war es ein Punkt der Moral, wenn man hier und da etwas cleverer agiert hätte, wären wohl auch zwei Punkte im Bereich des Möglichen gewesen.
Es spielten: Pöschel, Klasen; Laas 5, Crölle, Künzel 1, Nawrot, Schult 1, Lück 1, Dube, Kiewitt 11/4, Evangelidou, Wolter 6, Götzke, Celka 2/1